{"id":212,"date":"2026-06-17T21:12:28","date_gmt":"2026-06-17T21:12:28","guid":{"rendered":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/?page_id=212"},"modified":"2026-09-18T20:41:29","modified_gmt":"2026-09-18T20:41:29","slug":"text-2010","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/text-2010\/","title":{"rendered":"Text 2010"},"content":{"rendered":"\n<style data-wp-block-html=\"css\">\n\/* ---------- TEXTSEITEN ---------- *\/\n\n.textcontent {\n    width: 50%;\n    max-width: 760px;\n    margin: 65px auto 100px;\n\n    color: #202632;\n    font-size: 19px;\n    line-height: 1.58;\n}\n\n\n\/* HAUPT\u00dcBERSCHRIFT *\/\n\n.textcontent h1 {\n    margin: 0 0 34px;\n\n    font-size: 29px;\n    line-height: 1.2;\n    font-weight: 400;\n    letter-spacing: 0;\n}\n\n\n\/* ORT \/ UNTER\u00dcBERSCHRIFT *\/\n\n.textcontent h2 {\n    margin: 0 0 34px;\n\n    font-size: 19px;\n    line-height: 1.4;\n    font-weight: 400;\n    text-transform: uppercase;\n}\n\n\n\/* VORSPANN *\/\n\n.textcontent .vorspann {\n    margin: 0 0 54px;\n\n    font-size: 18px;\n    line-height: 1.55;\n    font-style: italic;\n\n    color: #454545;\n}\n\n\n\/* FLIESSTEXT: KLASSISCHER BLOCKSATZ *\/\n\n.textcontent p:not(.vorspann) {\n    margin: 0 0 1.35em;\n\n    text-align: justify !important;\n    text-align-last: left !important;\n    text-justify: inter-word;\n\n    hyphens: auto !important;\n    -webkit-hyphens: auto !important;\n\n    word-spacing: normal;\n    overflow-wrap: normal;\n    word-break: normal;\n}\n\n\n\/* MOBILE *\/\n\n@media (max-width: 900px) {\n\n    .textcontent {\n        width: auto;\n        max-width: none;\n        margin: 45px 28px 70px;\n\n        font-size: 18px;\n    }\n\n    .textcontent h1 {\n        font-size: 27px;\n    }\n}\n<\/style>\n\n\n\n<style data-wp-block-html=\"css\">\n\/* ---------- TEXTSEITEN ---------- *\/\n\n.textcontent {\n    width: 50%;\n    max-width: 760px;\n    margin: 65px auto 100px;\n\n    color: #202632;\n    font-size: 19px;\n    line-height: 1.58;\n}\n\n\n\/* HAUPT\u00dcBERSCHRIFT *\/\n\n.textcontent h1 {\n    margin: 0 0 34px;\n\n    font-size: 29px;\n    line-height: 1.2;\n    font-weight: 400;\n    letter-spacing: 0;\n}\n\n\n\/* ORT \/ UNTER\u00dcBERSCHRIFT *\/\n\n.textcontent h2 {\n    margin: 0 0 34px;\n\n    font-size: 19px;\n    line-height: 1.4;\n    font-weight: 400;\n    text-transform: uppercase;\n}\n\n\n\/* VORSPANN *\/\n\n.textcontent .vorspann {\n    margin: 0 0 54px;\n\n    font-size: 18px;\n    line-height: 1.55;\n    font-style: italic;\n\n    color: #454545;\n}\n\n\n\/* FLIESSTEXT: KLASSISCHER BLOCKSATZ *\/\n\n.textcontent p:not(.vorspann) {\n    margin: 0 0 1.35em;\n\n    text-align: justify !important;\n    text-align-last: left !important;\n    text-justify: inter-word;\n\n    hyphens: auto !important;\n    -webkit-hyphens: auto !important;\n\n    word-spacing: normal;\n    overflow-wrap: normal;\n    word-break: normal;\n}\n\n\n\/* MOBILE *\/\n\n@media (max-width: 900px) {\n\n    .textcontent {\n        width: auto;\n        max-width: none;\n        margin: 45px 28px 70px;\n\n        font-size: 18px;\n    }\n\n    .textcontent h1 {\n        font-size: 27px;\n    }\n}\n<\/style>\n\n<div class=\"textcontent\">\n<h1>Stillleben ohne Blumen und \u00c4pfel \u2013 und stille Stadt<\/h1>\n\n<h2><\/h2>\n\n<p class=\"vorspann\"><\/p>\n\nDie Arbeiten von Pia Hodel-Winiker zeichnen sich durch einen besonderen Blick aus \u2013 meist eine unerwartete Vergr\u00f6\u00dferung einer vertrauten, allt\u00e4glichen Welt. Dieses Fokussieren von Ausschnitten f\u00fchrt in manchen Bildern zu einer merklichen Entgegenst\u00e4ndlichung, ohne dass freilich die abgebildete Wirklichkeit aufgegeben wird. Hierbei geht Pia Hodel-Winiker weniger mimetisch vor, als sie die ihrer Alltagswelt entnommenen Gegenst\u00e4nde, R\u00e4ume und Fl\u00e4chen im Bild selbst aufeinander beziehen l\u00e4\u00dft. Ein solches Heranzoomen \u00fcber eine f\u00fcr das Auge eingeschulte Distanz hinaus provoziert ein neues Sehen von Schrankteilen, Parkettplanken oder T\u00fcrrahmen, deren angestammte Formen sich durch den gew\u00e4hlten Ausschnitt auf schmale Streifen, Quadrate oder Dreiecke reduzieren. Dies geschieht meist am Bildrand, sodass dieser selbst auch Element einer dem Bild innewohnenden Form wird.\n<p>\n<\/p>\nAndere Arbeiten \u2013 es handelt sich vorwiegend um Bilder der Jahre 2003-2005 \u2013 lassen die abgebildete Wirklichkeit (einen Sessel, einen Teppich oder eine Glast\u00fcr, die in den Garten f\u00fchrt) direkter erkennen, doch auch hier widersetzt sich der gew\u00e4hlte Ausschnitt dem gewohnten Blick. Ins Bild ger\u00e4t etwas scheinbar Nebens\u00e4chliches \u2013 vergleichbar mit Photographien, deren Sujet durch eine unerwartete Handbewegung vom Rand zerschnitten wird, nur dass hier dieses \u201eVerr\u00fccken\u201d Resultat gezielter Beobachtung ist. Damit bekommt dieses Nebens\u00e4chliche, das herk\u00f6mmlicherweise nur als Hintergrund klassischer Stillleben dient, einen besonderen Wert. Es ger\u00e4t in die N\u00e4he des Symbolischen oder vielmehr Anthropomorphen. (Es ist offensichtlich, dass der Malerin Morandis Flaschen viel bedeuten.)\n<p>\n<\/p>\nIn manchen Arbeiten, die Zimmerfluchten zum Thema haben, oder das Drau\u00dfen vor dem Glas einbeziehen, spiegelt sich wohl ein Gedanke des Architekten der \u201eklassischen Moderne\u201d Richard Neutra wider: das Aufl\u00f6sen der Grenzen zwischen Haus und Garten und die Erweiterung des Privaten. In diesen Bildern, die sich unmittelbar mit Neutras Architektur auseinandersetzen, ist zentral Licht gemalt, das von drau\u00dfen eindringt, Gartenb\u00fcsche auf T\u00fcren und W\u00e4nde wirft und diffuse Schatten produziert. Einer solchen Einstellung auf das Licht sind auch die differenzierenden Farbabstufungen dieser Phase geschuldet.\n<p>\n<\/p>\nIn den Bildern der darauf folgenden Jahre (ab 2007), die z.T. in Hamburger Treppenh\u00e4usern und Wohnzimmern, in der Speicherstadt und der 13. Etage des \u201ePhilturmes\u201d mit Blick auf die darunterliegende Stadt entstanden sind, f\u00fchrt die Malerin eine bestimmte Anlage der Bilder der vorlaufenden Jahre aus. Ohne mit dem mimetischen Prinzip grunds\u00e4tzlich zu brechen, verschiebt sich der Fokus von der Abbildung auf die Komposition. Zuf\u00e4llige Details der betrachteten Au\u00dfenwelt werden bewu\u00dft weggelassen oder auf klare Formen reduziert, andere Elemente wiederum (z.B. ein rotes Buch oder ein gr\u00fcnes Garagentor) werden dem Bild hinzugestellt oder hinzugedacht. Damit beginnen sich Formen und Fl\u00e4chen bildintern intensiver aufeinander zu beziehen. Im gleichen Zuge ver\u00e4ndert die Malerin die Farbgebung. Zum einen werden unifarbene W\u00e4nde und B\u00f6den in ein schillerndes Farbensemble aufgespalten, das sich erst aus geb\u00fchrender Distanz in eine Fl\u00e4che aufl\u00f6st. Zum andern geschieht die Auswahl des Sujets zentral auch aufgrund der zueinander gestellten Farbfl\u00e4chen, sodass sich Form- und Farbkomposition wechselseitig st\u00fctzen und begr\u00fcnden. Es ist dieses Zusammengehen von Bildgestaltung und Abbildung das die nature morte und die Geometrie der Stadt zu einem verhaltenen Gegenstand der Kommunikation werden l\u00e4\u00dft.\n<p>\n<\/p>\nDie meisten Arbeiten von Pia Hodel-Winiker sind als Serien entstanden. Zun\u00e4chst waren es Landschaften, Portr\u00e4ts und Akte, schlie\u00dflich Interieure, \u201esujetlose Stillleben\u201d und urbane Architektur. Sie alle lassen dieselbe Tendenz erkennen: eine zunehmende Abstraktion von Bild zu Bild, die nicht auf einer vorgefassten Reduktion des Gegenstandes beruht, sondern vielmehr dem gew\u00e4hlten Ausschnitt selbst innewohnt und Resultat eines langwierigen Malprozesses ist.\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stillleben ohne Blumen und \u00c4pfel \u2013 und stille Stadt Die Arbeiten von Pia Hodel-Winiker zeichnen sich durch einen besonderen Blick [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"disabled","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-212","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/212","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=212"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/212\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":483,"href":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/212\/revisions\/483"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pia-hodel-winiker.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}